Gross Muttenhorn

Gross Muttenhorn

Das Gross Muttenhorn und ich, eine kleine Odyssee. Die ersten zwei Versuche (in den 2 Wochen zuvor) musste ich abbrechen. Nun also der dritte Versuch, diesmal mit Caro.

Am Abend fuhren wir noch auf den Furka hoch und übernachteten im Hank. Um fünf Uhr standen wir auf, das Wetter endlich mal gut genug, aber schlechteres Wetter war bereits im anzug. Schnell stiegen wir den Blauberg hoch, ab hier beginnt erst ein einfacher Weg dem Grat entlang bis zum Blaubergpass. Diesen Weg kannten wir bereits von einer Woche zuvor, nur diesmal ohne, dass alles mit Schnee bedeckt war. Die Felsen waren zwar feucht, aber so weit so gut.

Blick kurz nach dem Blaubergpass zum Gross Muttenhorn

Einen markanten Felsturm umgingen wir im Schnee, das kostete nochmals viel Kraft, war doch der Schnee südseitig bereits ziemlich weich.

Nun folgte der schönste Teil, eine kurze Kletterei. Insgesamt drei kleinere Türme kann man überklettern. Es hat keine Bohrhaken, die wären aber auch nicht nötig. Man kann gut zwischen laufendem Seil und Mikroseillängen wechseln.

Den letzten Turm umgingen wir, da wir keine Lust auf den Abseiler hatten.
Im Hintergrund der 3te Turm. Die letzten Kraxelmeter bis zum Gipfel.

Nach knapp 4h standen wir auf dem Gipfel, leider zusammen mit etwa 20 anderen Nasen, die soeben über die Normalroute oben ankamen. Zugleich zog auch Nebel auf und das schlechtere Wetter näherte sich. Also, machten wir uns noch an den feuchten Abstieg, durch den tiefen Schnee des Normalwegs. Das steile Couli zu Beginn, machten wir schön langsam und vorsichtig, um dann im unteren Teil dafür umso schneller aus der Steinschlagzone zu kommen.

Sechs Stunden und ein paar Nasse Schuhe später waren wir zurück, endlich war das Gross Muttenhorn bezwungen.