Lochberg

Lochberg
Der Flache Rücken in der Mitte ist der Südgrat

Für einmal gings alleine auf Tour. Der Lochberg via Ostgrat und Abstieg über den Normalweg. WS 2a, also nichts was nicht machbar sein sollte, und auch der Restgletscher wird als Spaltenarm angegeben. Keine Spalten triffts wohl eher, viel ist da nicht mehr übrig.

Kurz vor sechs Uhr machte ich mich bei der Göscheneralp auf den Weg. Bereits nach der Staumauer geriet ich in einen Stau, Geisse überall. Ich kam gut voran, jedoch wars bereits um die Zeit sehr warm und ich bediente mich an meinen 2 Litern Getränke, die ich auch wirklich brauchte in den knapp 5 Stunden in denen ich schlussendlich unterwegs war.

Kurz vor der Lochberglücke. Von links nach rechts gehts hoch.
Von der Lochberglücke aus gesehen.

Von der Lochberlücke aus gehts dann am Grat entlang hoch. Ziemlich einfaches 2er Gelände und sogar meist mit Steinmännchen markiert.

Nachdem der Grat sich zurück legt wirds richtig einfach. Über ein paar Blöcke steigen und gemütlich weiter und da Stand ich an einem Gipfelkreuz, das ist aber erst Punkt 3040. Von da muss man erst ein wenig nach Norden abklettern um dann weiter zu kommen. Ich hielt mich relativ hoch am Grat und musste bald schon ein erstes Mal zurückklettern. Nach einer weiteren Querung in der Nordseite war ich wieder weiter oben an der Kante und da war dann Schluss. Unter mir eine Abseilstelle an einem dicken Seil. Da ging ich mal hin und inspizierte das ganze, sah solide aus. Und nach unten sollte mein 30m Seil reichen. Also seilte ich mich da ab. Schon auch ein neues Gefühl so ganz alleine Abseilen und den Weg durch das Gelände suchen.

Der ungefähre Weg mit er Abseilstelle.
Blick zurück zur Abseilstelle, rechts meine Spur weg von den Felsen.

Nach dem Abseilen gings nur noch kurz auf den Felsen weiter nach unten und auf den Firn. Von da an konnte ich der Spur folgen.

Ich versuchte noch kurz auf den höchsten Punkt 3078 zu klettern. Aber die letzten paar Meter erschienen mir zu heikel ganz ohne Sicherung. Vorallem weil der letzte Spitz wirklich nur ein kleiner Spitz ist und ich da irgendwie wieder runter gemusst hätte. Also weiter zum eigentlichen Hauptgipfel.

Tolle Aussicht zum Galenstock und der Dammagruppe.
Blick zurück zum Grat und dem Punkt 3078.

Danach gings rasch nach unten, ich wählte eine ziemlich direkte Linie. Im Aufstieg suchte ich mir bereits eine gute Linie entlang des aperen Teils des Gletschers und dann grad nach unten alles über die Schneefelder. Das war natürlich Top und die Höhenmeter schmolzen ähnlich wie ich dahin.

War schon spassig mal ganz alleine, vor allem aber auch ziemlich schnell. 3.30h hoch und 1.30h runter.