Müeterlishorn

Müeterlishorn

Das Müeterlishorn wird wohl jedem ein Begriff sein, oder auch nicht. Irgend ein Horn über Realp, aber trotzdem sollte es eine tolle Tour werden.

Von Zürich aus starteten G und ich früh morgens und um 7ben Uhr watschelten wir beim Göscheneralpsee los. Wunderschön liegt das Tal vor uns, zusammen mit einer riesen Ziegenherde. Nicht ganz einfach ca. 200 Ziegen auf einem schmalen Pfad zu überholen.

Während dem Aufstieg zum Blauberggletscher, hatten wir teils angenehm kühlen Schatten

Der Blauberggletscher ist nicht mehr viel Gletscher, respektive alles unter riesigen Bouldern versteckt. Nicht ganz einfach das Gelände von unten korrekt einzuschätzen und immer die einfachste Linie durch den Müll zu finden. Nach ein wenig mehr als 3 Stunden waren wir am Fuss des Müeterlishorn angekommen.

Nicht ganz klar wo man da am besten hoch soll. Wir entschieden uns irgendwo mittig einzusteigen, alles einfaches 2er Gelände, aber sandig, brüchig und nicht gerade lustig.

Nach den ersten heiklen Stellen ein Blick in den Sandkasten
So gehts weiter nach oben, besser zweimal Griffe und Tritte kontrollieren

Eine kurze Stelle in den ersten 20 Metern war wirklich sehr unangenehm und ich holte kurz das Seil hervor um G von oben eine Steighilfe zu bieten. Ansonsten war es einfach ein sehr langsames vorwärtstasten. Ständig lösten wir Material.

Auf der Gratkante dann Boulder in Lieferwagen Grösse, aber endlich alles solide
Die Aussicht vom Gipfel fantastisch. Links der Galenstock mit seiner riesen Wächte

Für den Abstieg entschieden wir uns, der Gratkante bis möglichst tief in die Lücke zu folgen, um dort einen Ausweg auf den Schnee zu finden. Das war um Längen besser als unser Aufstieg, dafür war der steile Schnee nicht ideal zu begehen, hatten wir doch die Pickel an unserem Einstieg zurückgelassen.

Die Gratkante
An unseren Spuren sieht man, wir querten der Felskante rüber in den flacheren Teil

Auf dem Firn hatte es eine etwa 5cm Neuschneeauflage. Die Griff zwar erst ganz schön, aber dann war das blanke Eis darunter doch gar rutschig. Nach einem 2m rutscher meinerseits, entschieden wir uns doch lieber der Kante zu folgen um in einen flacheren Abschnitt zu kommen. Nach unten wäre es zwar nicht gefährlich geworden, aber mir die Hände aufkratzen muss ich auch nicht.

Dann fehlte nur noch der beschwerliche Abstieg über das ganze Geröll und den steilen Weg zurück zum See. Nach exakt 7ben Stunden waren wir zurück am Parkplatz und schwitzten wie die Schweine.