Piz Kesch Normalweg

Der Piz Kesch, ist ja sozusagen der Hausberg von La Punt, so ein wenig zumindest. Und da der alte Mann noch nie dort oben stand, mussten wir das an einem so perfekten Tag ja fast in Angriff nehmen. Früh morgens standen wir in La Punt auf und fuhren mit dem Auto den Albula Pass hoch. Um ca. 5.40 Uhr starteten wir.

Wir hatten ein ziemlich hohes Tempo drauf und überholten auch zwei andere Seilschaften, welche von der Hütte aus gestartet waren.

Small image
Väterchen kurz vor der Porta d'es-cha.

Small image
Blick zum Kesch. Links die Keschnadel, rechts der Hauptgipfel.

Von der Porta d'es-cha stiegen wir vorsichtig auf den Gletscher ab. Alles super brüchig und mit Schnee und Eis durchsetzt. Dank den Steigeisen an den Füssen aber problemlos. Gemütlich wackelten wir über den Gletscher in Richtung Kesch. Vor uns tauchten zwei ältere Herren auf die von der Keschhütte gestartet waren. Glücklicherweise kamen wir uns nie in die Quere und hatten so unsere Ruhe.

Small image
Der Aufstieg zum Gipfel mit viel Schnee.

Ganz einfach war die Kraxelei nicht. Es lag noch soviel Schnee, dass man diverse Passagen gar nicht klettern musste und konnte. Dafür war alles schön rutschig und der darunterliegende brüchige Fels war auch keine Hilfe. Ich sicherte den alten Herrn an einzelnen Haken im Nachstieg, Mikroseillängen, das erschien mir am sinnvollsten. Den letzten tollen Kletterabschnitt liessen wir natürlich nicht rechts liegen (die andere Seilschaft schon). Den diese wenigen Meter sind der schönste Fels am Kesch im Normalaufstieg. Nach knapp 4.5h standen wir zufrieden auf dem Gipfel, das erste Ziel des Wochenendes wäre geschafft, zumindest der Aufstieg.

Small image
Mahlzeit.

Small image
Blick zur Keschnadel.

Im Abstieg mussten wir an der Kletterstelle ein wenig um die zwei nachfolgenden Seilschaften zirkeln. Da Pelle (der Vater) auch weiss wie man Blocksicherungen macht, war es für mich sogar einigermassen safe beim abklettern.

Der restliche Abstieg ist danach eher Formsache und nach einem gemütlichen Zwischenstopp in der Chamanna d'es-cha, war es geschafft. Alles in allem knapp 8.5h und alles super geklappt, trotz des vielen Schnees.