Sustenlochspitz

Sustenlochspitz

Um 5 Uhr starteten wir vom Parkplatz auf dem Sustenpass. Noch war es dunkel, doch wir wussten es wird ein heisser sonniger Tag.

Der Zustieg bis zum Guferjoch ist nach etwas mehr als einer Stunde hinter uns und wir kraxelten den Klettersteig aufs Guferjoch hoch.

Der gesamte Gratverlauf von rechts nach links
Der Klettersteig ins Guferjoch hoch

Nun beginnt die richtige Kletterei, erst ein wenig Gras durchsetzt, aber ganz ok.

In den ersten grasigen Abschnitten

Am Ende des ersten Teils, dreht der Grat leicht nach links. Zwei grössere spitze Türme, umgingen wir links. Der danach folgende schmale Abschnitt, ist herrlich ausgesetzt, mit Tiefblick auf beiden Seiten.

Ein kleiner Drahtseilakt als lustige Abwechslung
Der Blick zurück
Weitere schöne ausgesetzte Passagen

Ein kurzer Abschnitt im Gehgeländer führte uns zum Gipfelaufschwung. Hier musste dann irgendwo noch das versprochene 3c sein. Die erste Seillänge war schnell gemacht. Ausser einen Schlaghaken fand ich nichts. Vom improvisierten Schlingenstand aus, entdeckte ich links ober mir einen weiteren Schlaghaken. Also kletterte ich da hoch und sah, dass etwa 2m links davon ein Schlaghaken mit Ring in der Wand steckt. Also nach links traversieren und dann diese Rinne hochklettern. Gesagt getan, guter Fels und gute Sicherungsmöglichkeiten. Doch dann ging das Seil aus. Shit, also eher prekär auf einem kleinen Vorsprung stehend, musste ich die Seilverkürzung öffnen und warten bis Caro das Seil wieder eingezogen hatte. Nicht die tollsten 5 Minuten. Vorallem weil die letzte Schlinge auch schon etwa 5m weiter unten hing. Endlich weiter, nochmals kurz auf Reibung stehend, an den nächsten Vorsprung hoch. Hier konnte ich meine letzte Schlinge platzieren. Dabei sah ich dann auch noch einen Schlaghaken, welchen ich auch gleich nutzte, denn der Block an dem meine Schlinge hing, war nicht gerade bombensicher.

Die letzten zwei Seillängen am Gipfelaufschwung
Blick vor der zweiten Seillänge
Und zurück zum Stand

Nun wars geschafft, zumindest für mich. Denn für Caro wurde diese Seillänge nicht zur einfachsten Sache. Wir vermuten, dass das Seil sich ein wenig nach links gesprungen war und sie dem Seil so folgte. Somit musste sie wohl eine mühsamere Rinne klettern. Ein wenig extra Seilzug von oben, half ihr dann aber über die Stelle hoch.

Nach knapp 4.30h waren wir oben, tiptop. Gemütlich machten wir eine längere Pause und genossen die Aussicht. Im Abstieg mussten wir einmal kurz abseilen, aber das wars auch schon. 7h nach Abmarsch waren wir zurück und kühlten die Füsse im kleinen See.